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Mitgliederversammlung am 08. November 2019 im Stadtarchiv Magdeburg
 

Die Historische Kommission stellt sich vor

Die Historische Kommission für Sachsen-Anhalt e.V. ist eine Vereinigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der Erforschung und Vermittlung der Geschichte des Landes Sachsen-Anhalt beschäftigen. Als Koordinierungs-, Diskussions- und Forschungsnetzwerk trägt sie zur Identitätsstiftung des Landes Sachsen-Anhalt bei. Sie verfolgt das Ziel, der landeshistorischen Forschung neue Impulse zu geben und neue Forschungsansätze in den verschiedenen Disziplinen zu verbinden. - weiter lesen


Aktuelle Meldungen

Neuerscheinungen

 Titelei Niederadel Paul Beckus/Thomas Grunewald/Michael Rocher (Hg.)
Niederadel im mitteldeutschen Raum (um 1700–1806)
Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts, Bd. 17

 Titelei Revolutionäre Zeiten Patrick Wagner/Manfred Hettling (Hg.)
Revolutionäre Zeiten zwischen Saale und Elbe
Das heutige Sachsen-Anhalt in den Anfangsjahren der Weimarer Republik
Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts, Bd. 18

 Titelei Kontinente Leonhard Helten/Hans W. Huber/Olaf Peters/Guido Siebert (Hg.)
Kontinente der Kunstgeschichte
Zum 150. Geburtstag von Wilhelm Vöge
Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts, Bd. 19

Veranstaltungen Vorschau


10. Tag der Landesgeschichte „Erinnerungskultur urbaner Eliten. Städtische Friedhöfe des 15.-17. Jahrhunderts" in Halle

6.-7. November 2020

Nachdem städtische Friedhöfe ursprünglich an den mittelalterlichen Pfarrkirchen in den Städten gelegen hatten, wurden sie seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert vielfach nach außerhalb der Mauern verlegt. Die Gründe dafür reichen von seuchenhygienischen Maßnahmen über Umbauprojekte des innerstädtischen Raums bis hin zu einem neuen Verständnis des Friedhofs als Andachts- und Besinnungsort im Zuge der Reformation.
Nachdem dörfliche Friedhofsanlagen zuletzt intensiv im Focus der Forschung lagen, widmet sich der Tag der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte den vergleichbaren städtischen Einrichtungen. Zum Thema gehören die Überlieferung an originalen Friedhofsbauten und Grabmälern des 15. bis 17. Jahrhunderts sowie die diesbezügliche kopiale Überlieferung in Schrift und Bild. In exemplarischen Einzelstudien wie auch in regional bzw. überregional ausgerichteten Untersuchungen sollen auch ältere außerstädtische Friedhofsanlagen wie z. B. Seuchen- und Spitalfriedhöfe, die den neuangelegten oftmals vorausgingen, betrachtet werden.
Der räumliche Schwerpunkt liegt in Mitteldeutschland, aber im Vergleich mit Friedhöfen in anderen Teilen Deutschlands. Im Mittelpunkt steht der Stadtgottesacker von Halle (Saale) als exemplarischer Fall: seine Vorgeschichte, Entstehung und Ausgestaltung im 16. und 17. Jahrhundert sowie seine Rettung und partielle Neugestaltung in den vergangenen vier Jahrzehnten.
Tagungsziel ist eine Darstellung der ständischen Sepulkralkultur der städtischen Oberschichten und oberen Mittelschichten, deren Sepulkralkultur allein überliefert ist. Sowohl für die spätmittelalterlichen innerstädtischen als auch für die neuen außerstädtischen Friedhöfe werden die Positionierung der Gräber, die bauliche Absonderung durch Arkaden, Grüfte u. a. sowie die Ausgestaltung mit skulptierten und beschrifteten Gedächtnismalen in den Blick genommen. Daran knüpft sich die Frage, wie sich welcher Stand durch Lage, Schrift und Bild des Grabes präsentiert, und welches Bild die Synthese aller historischen Zeugnisse von der Sepulkralkultur der städtischen Oberschichten ergibt – ein wichtiges öffentlichkeitswirksames Medium zur Vorstellung und Behauptung ständischer Positionen in der städtischen Gesellschaft im Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. Bauten, Bilder und Texte an den Gräbern hielten Herkunft und Verwandtschaft der Familie sowie die Verdienste der Vorfahren, auf denen die ständische Position gegründet war, im öffentlichen Gedächtnis. Darüber hinaus bot die Öffentlichkeit des Friedhofs die beste Gelegenheit, sich im ethischen wie im kirchlichen Sinne als rechtgläubige Mitglieder der christlichen Gemeinschaft darzustellen.


 


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Historische Kommission für Sachsen-Anhalt e.V.