Veranstaltungskalender

Historische Kommission für Sachsen-Anhalt
- Arbeitsstelle -
c/o Franckesche Stiftungen zu Halle
Franckeplatz 1 / Haus 24
06110 Halle / Saale
Tel.: (0345) 21 27 427
Mail: kontakt@hiko-sachsen-anhalt.de

Themenabend "Wie pietistisch kann Adel sein?" in der Remise des Wernigeröder Kunst- und Kulturvereins am 28. September 2016 (Foto: Sven Pabstmann)Themenabend "Wie pietistisch kann Adel sein?" in der Remise des Wernigeröder Kunst- und Kulturvereins am 28. September 2016 (Foto: Sven Pabstmann)

Buchvorstellungen & Themenabende


Anlässlich der öffentlichen Vorstellung der Publikation:

Baugeschichte der Naumburger Domkirche seit dem Brande vom Jahre 1532. Mit einem Abriss der mittelalterlichen Baugeschichte von Bruno Kaiser

Herausgegeben mit einem Vorwort und mit Registern versehen von Ernst Schubert (†) und Matthias Ludwig

am Mittwoch, den 11. Oktober 2017, um 18.00 Uhr laden wir Sie herzlich in das Historische Waisenhaus (Konferenzetage) der Franckeschen Stiftungen zu Halle ein.

Der Naumburger Dom zählt zu den bedeutendsten deutschen Sakralbauten des Mittelalters. Seine Bekanntheit ist vor allem mit dem Wirken des „Naumburger Meisters“ verbunden, der mit dem Westchor, dem Westlettner sowie dem Zyklus von zwölf lebensgroßen Stifterfiguren eine der bemerkenswertesten Schöpfungen der europäischen Gotik hervorgebracht hat. Das rege Interesse an seinem Werk führte seit der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer intensiven und bis heute kontrovers geführten internationalen Forschung. Während die Aufmerksamkeit der Forschung bis heute auf die mittelalterliche Baugeschichte des Domes gerichtet ist, sind die Jahrhunderte nach dem „Naumburger Meister“ weitgehend unbeachtet geblieben.
Der nachmittelalterlichen Geschichte des Naumburger Doms widmete sich erstmals systematisch der Naumburger Gymnasialdirektor Bruno Kaiser (1872–1953). Im Archiv des Domstifts Naumburg wird das maschinenschriftliche Manuskript seiner „Baugeschichte der Naumburger Domkirche seit dem Brande vom Jahre 1532. Mit einem Abriss der mittelalterlichen Baugeschichte“ aufbewahrt. Über sechs Jahrzehnte haben Historiker, Bauforscher und Denkmalpfleger dieses unveröffentlichte Manuskript Kaisers für ihre Arbeit benutzt. Der verdienstvolle Landeshistoriker Ernst Schubert (1927-2012) gab schließlich den entscheidenden Anstoß zur Veröffentlichung des Manuskripts. Mit der Herausgabe im Auftrag der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt wird dieses wichtige Grundlagenwerk endlich einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Buchvorstellung Naumburger Dom Buchvorstellung Naumburger Dom - Seite 2

Flyer zur Buchvorstellung Baugeschichte der Naumburger Domkirche ...

PROGRAMM

Begrüßung:
Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Vorsitzender der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt

Referate:

Die Entstehung und Genese des Manuskriptes und seiner Bearbeitung
Dr. Volker Seifert, Mitglied der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt

Der Inhalt von Kaisers Baugeschichte des Naumburger Domes
Matthias Ludwig M. A., Leiter des Domstiftsarchivs und der Domstiftsbibliothek Naumburg

Im Anschluss: Geselliger Ausklang und Möglichkeit zum Erwerb des Buches

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Veranstalter: Veranstaltet von der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt in Verbindung mit den Franckeschen Stiftungen zu Halle.

Veranstaltungsort:

Franckesche Stiftungen
Historisches Waisenhaus
- Konferenzetage -
Franckeplatz 1 / Haus 1
06110 Halle / Saale

Veranstaltet mit freundlicher Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt.


Themenabend "Das Heilige Grab von St. Cyriacus zu Gernrode" am 7. März 2017 in Gernrode (v.l.n.r.: Pfarrer Andreas Müller, Nicole Schröter, Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke). Bild: Historische Kommission für Sachsen-Anhalt (Foto: Sven Pabstmann)

Themenabend: Das Heilige Grab von St. Cyriacus zu Gernrode – Ausdruck der Jerusalemfrömmigkeit der Gernröder Stiftsdamen

Buchvorstellung mit der Autorin Nicole Schröter am Dienstag, den 7. März 2017, um 18.00 Uhr

Veranstalter: Veranstaltet von der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt in Verbindung mit dem Historischen Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Evangelischen Kirchengemeinde Gernrode.

Veranstaltungsort: Stiftskirche St. Cyriakus (Stiftssaal) | Burgstr. 3 | 06485 Quedlinburg/OT Gernrode

PROGRAMM

Begrüßung:

Pfarrer Andreas Müller, Evangelische Kirchengemeinde Gernrode

Grußworte:

Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt

Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke, Vorsitzender der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt

Einführung:

Prof. Dr. Stefan Tebruck, Historisches Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen/Professur für Mittelalterliche Geschichte

Vortrag: Die Stiftsdamen und ihr Heiliges Grab – Zur (Be-)Deutung einer facettenreichen Anlage

Nicole Schröter M. A.

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Im Anschluss: Besichtigung des Heiligen Grabes in der Stiftskirche St. Cyriakus

flyer themenabend gernrode seite 1 flyer themenabend gernrode seite 2


Nachbildungen des Heiligen Grabes zu Jerusalem entstanden schon seit dem 5. Jahrhundert in ganz Europa. Ihre Ausgestaltung reichte von einfachen Wandnischengräbern bis hin zu maßgetreuen architektonischen Nachbildungen. Einige wenige Architekturzitate reichten dabei aus, das Original im Nachbau zu evozieren. Am Ende des 11. Jahrhunderts wurde auch in Gernrode ein solcher Nachbau errichtet, der in seiner einmaligen Form als die älteste und am besten erhaltene Nachbildung des Heiligen Grabes von Jerusalem in Deutschland gilt.
Die Kanonissen des St. Cyriacusstifts bedienten sich zwar bekannter Architekturelemente, verbanden diese jedoch zu einer Gestaltungsform, die den Bau mit keinem bekannten Heiliggrabnachbau dieser Zeit vergleichbar macht. Welche Bedeutung der Heiliggrabanlage durch die Gernröder Stiftsdamen sowohl auf politischer als auch auf frömmigkeits- und kulturgeschichtlicher Ebene beigemessen wurde, wird auf der Grundlage der neuesten Forschungen und mit Hilfe eines weitgesteckten kontextuellen Rahmens diskutiert und erweitert. Bedingt durch die Überlieferungslage wurden neben der historischen auch die kunsthistorische Mediävistik und Archäologie in die Untersuchung eingebunden.

Informationen zur Stiftskirche Gernrode: www.stiftskirche-gernrode.de


Buchvorstellung mit Dr. Jana Pacyna am 26. Oktober 2016 in Magdeburg. Bild: Historische Kommission für Sachsen-Anhalt (Foto: Sven Pabstmann)

Magdeburger Judenrecht im Mittelalter - Integration oder Ausgrenzung?

Buchvorstellung mit Dr. Jana Pacyna am 26. Oktober 2016, um 19 Uhr

Veranstaltungsort: Guericke-Zentrum | Lukasklause · Schleinufer 1 · 39104 Magdeburg

Kooperationspartner: Archiv und Bibliothek der Kirchenprovinz Sachsen und Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg K. d. ö. R.

Das jüdische Leben im Mittelalter ist – so zeigen es viele Quellen – oft von Gewalt und Vertreibung geprägt. Man kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass Juden in den christlichen Gesellschaften Europas einer ständigen Entrechtung und Ausgrenzung ausgesetzt waren. Doch wie sah die Rechtssituation der Juden zu dieser Zeit tatsächlich aus; welche Rechte wurden Ihnen zugesprochen, welche aberkannt? Konnten sie sich vor christlichen Gerichten im Falle eines Konfliktes oder Überfalls Recht verschaffen oder nicht? Diesen Fragen wird im Buch anhand der Geschichte des mittelalterlichen „Judenrechts“ im Magdeburger Raum durch die Analyse von Rechtstexten und Abbildungen nachgegangen.

FL Pacyna Judenrecht im Mittelalter

Flyer zur Buchvorstellung Magdeburger Judenrecht im Mittelalter

PROGRAMM

Grußworte
Wadim Laiter, Vorstandsvorsitzender der Synagogen-Gemeinde zu Magdeburg K. d. ö. R.
Prof. Dr. Ulrike Höroldt, Historische Kommission für Sachsen-Anhalt

Vortrag: Magdeburger Judenrecht im Mittelalter – Integration oder Ausgrenzung?
Dr. Jana Pacyna, Autorin

Im Anschluss: Diskussion und geselliger Ausklang

Die Autorin: Dr. Jana Pacyna, geb. 1977, 1998−2004 Magister-Studium der Mittleren und Neueren Geschichte sowie Kunstgeschichte an den Universitäten Leipzig und Bruxelles (Belgien), 2008−2012 Promotion an der Universität Jena zum Thema „Mittelalterliches Judenrecht. Norm und Anwendung im Sächsisch-Magdeburgischen Rechtskreis 1250−1400“ (DFG-Graduiertenkolleg 1402 „Menschenwürde und Menschenrechte“), 2012−2015 wiss. Mitarbeiterin an der Universität Tübingen (DFG−Graduiertenkolleg 1622 „Religiöses Wissen im vormodernen Europa 800−1800“), seit 2015 wiss. Mitarbeiterin an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (WIN-Kolleg „Messen und Verstehen der Welt“).


Buchvorstellung in der Remise des Wernigeröder Kunst- und Kulturvereins am 28. September 2016 - Begrüßung durch den Kommissionsvorsitzenden
Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke. Bild: Historische Kommission für Sachsen-Anhalt (Foto: Sven Pabstmann)

Wie pietistisch kann Adel sein? Hallescher Pietismus und Reichsadel im 18. Jahrhundert

Buchvorstellung Wernigerode 28 09 2016

Buchpräsentation mit den Autorinnen und Autoren am 28. September in Wernigerode

Die Lebenswelt des Adels war im Barock von weltlichen Belangen geprägt. Die Repräsentation des Standes, des Rangs und Ruhms der eigenen Familie, verlangte nach Sichtbarkeit. Diese wurde hergestellt durch Luxus, Prachtentfaltung und Verschwendung. Diese Merkmale des Adelsstandes scheinen mit dem pietistischen Ideal frommer Lebensführung und Sozialreform nicht vereinbar. Doch zeigt die historische Forschung, dass August Hermann Francke zum Adel in Mitteldeutschland intensive Beziehungen unterhielt. Adlige wie insbesondere Christian Ernst Graf zu Stolberg-Wernigerode förderten den Halleschen Pietismus auf allen Ebenen. Das Buch präsentiert dazu an mitteldeutschen Beispielen neue Forschungsergebnisse.

Der hier vorgestellte Band 10 der Schriftenreihe „Quellen und Forschungen“ stellt die Ergebnisse des 4. Tages der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte vor.

Veranstaltungsort:

Wernigeröder Kunst- und Kulturverein e. V. | Remise
Marktstraße 1
38855 Wernigerode

Buchvor.Beckus12052016Buchvorstellung mit dem Historiker Paul Beckus am 12. Mai 2016 in Dessau-Roßlau. Bild: Historische Kommission für Sachsen-Anhalt (Foto: Sven Pabstmann)

„Freundeskreis oder Fürstenhof? Hof und Verwaltung des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau (1758–1817)“ am 12. Mai 2016 in Dessau-Roßlau

Im Rahmen der diesjährigen Veranstaltungsreihe der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt wurde am 12. Mai 2016, in Dessau-Roßlau das Buch von Paul Beckus M.A. Hof und Verwaltung des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau (1758–1817). Struktur, Personal, Funktionalität der Öffentlichkeit vorgestellt. Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Verein für Anhaltische Landeskunde e.V. (VAL) im Landesarchiv Sachsen-Anhalt/Abt. Dessau statt.

Der Autor:
Paul Beckus M.A., geb. 1989, studierte 2009-2014 Geschichte und Politikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 2014 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am dortigen Institut für Geschichte, seit 2015 als solcher Bearbeiter des DFG-Projekts „Autokratie oder konsensorientierte Regiment? Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1758–1817) und seine Regierungspraxis aus dem Kabinett; Erforschung der Kabinettsprotokolle des Fürsten von Anhalt-Dessau“.

Veranstaltungsort:
Landesarchiv Sachsen-Anhalt Abteilung Dessau
Heidestraße 21
06842 Dessau-Roßlau


Historische Kommission für Sachsen-Anhalt e.V.