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Vortrag von Prof. Dr. Peter Wiegand "Eyn gross andacht, das ny zuvormals gehort ist"

LASA_Z_2_Nr._411klein
Kategorie
Externe Veranstaltung
Datum & Uhrzeit
6. September 2022 19:00
Veranstaltungsort
Vortragsraum des Alten Wasserturm im Archivverbund in Dessau
Telefon
E-Mail
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Vortrag von Prof. Dr. Peter Wiegand als Auftaktveranstaltung zur Vortragsreihe des Vereins für Anhaltische Landeskunde:
„Eyn gross andacht, das ny zuvormals gehort ist“
Päpstliche Ablasskampagnen in Mitteldeutschland am Vorabend der Reformation

Wer Ablass hört, denkt an Johann Tetzel. Als der päpstliche Kommissar im Sommer 1517 in der Gegend um Wittenberg den Petersablass verkündete, gab dies Luther den Anstoß zur Abfassung seiner 95 Thesen. War Tetzel aber jene Ausnahmeerscheinung, zu der ihn die frühe protestantische Geschichtsschreibung stilisiert hat?

Tatsächlich kannte man das Berufsbild des professionellen Ablasspredigers schon lange vor seiner Zeit. Seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts organisierten Vertreter dieser Zunft flächendeckende Kampagnen, die Sündern den Erlass ihrer Bußstrafen versprachen. Ungeachtet der schon lange vor Luther verbreiteten Ablasskritik befriedigten sie die wachsende Heilssehnsucht der Gläubigen und dienten der Finanzierung kirchlicher oder gemeinnütziger Zwecke – vom Kreuzzug bis hin zum Bau von Gotteshäusern, Brücken und Deichen.

Wie liefen diese Veranstaltungen ab? Was zeichnete einen erfolgreichen Ablasskommissar aus? Wer profitierte von den Ablassgeldern? Der Vortrag zeichnet Wirken und Resonanz Tetzels und seiner Vorläufer nach und nimmt dabei besonders die mitteldeutsche ‚Ablasslandschaft‘ in den Jahren um 1500 in den Blick. Trotz mancher Anzeichen der Ermüdung: Ablässe und andere kirchliche Gnadenangebote erfreuten sich hier bis zur Reformation einer großen Nachfrage.

Der Referent, Prof. Dr. Peter Wiegand, hat Geschichte und Lateinische Philologie in Marburg und Wien studiert. Während seiner Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für mittelalterliche Geschichte der Philipps-Universität Marburg (1993–1997) erfolgte seine Promotion in Mittelalterlicher Geschichte bei Prof. Dr. Jürgen Petersohn in Marburg. Nach einem Archivreferendariat am Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster (1997–1999) trat er in den Archivdienst des Freistaats Sachsen ein. Seit 2017 leitet er die Abteilung 2 (Hauptstaatsarchiv Dresden) des Sächsischen Staatsarchivs, seit 2019 ist er zudem als Honorarprofessor für sächsische Landesgeschichte am Historischen Seminar der Universität Leipzig tätig.

Der Vortrag findet als Auftaktveranstaltung für das Herbstprogramm des Vereins für Anhaltische Landeskunde am Dienstag, den 6. September 2022, 19 Uhr, im Vortragsraum des Alten Wasserturms im Archivverbund statt. Weitere Vorträge werden im Programmflyer für das 2. Halbjahr 2022 sowie in der Presse veröffentlicht.
Der Verein für Anhaltische Landeskunde und der Archivverbund laden alle
Interessierten herzlich ein. 

 
Die Aufzeichnung wird Ende September im Wochenprogramm des Offenen Kanals Dessau zum Nachhören bzw. Nachsehen bereitgestellt. Zu empfangen ist das Lokal-TV-Portal des Offenen Kanals Dessau im Kabelnetz der Stadt Dessau-Roßlau und der Region auf Satellit Astra 19,2° Ost (+ HbbTV). Gleichzeitig ist der Vortrag in der Mediathek des Offenen    Kanals    Dessau    unter    https://www.ok-dessau.de/mediathek/aktuell/
verfügbar.

Abb.: Papst Nikolaus V. teilt den Fürsten Adolf, Bernhard und Albert von Anhalt die ihnen vom römischen Stuhle gewährten Zugeständnisse in Beichte und Ablass mit. Rom, 13. September 1447, Quelle: LASA, Z 2, Nr. 411

Kontakt:    Dr. Hermann Kinne
Leiter der Abteilung Dessau Heidestraße 21, 06842 Dessau-Roßlau Tel. 0340/519896-0
Fax: 0340/519896-90
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.landesarchiv.sachsen-anhalt.de

 
 

Alle Daten

  • 6. September 2022 19:00

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