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Stipendiatin des Dietrich-Moderhack-Stipendienprogramms 2021


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Juliane Zanke, M.A.

Titel des Projekts: 
Die Architekturzeichnungen des 16. Jahrhunderts in der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau.

Laufzeit des Stipendiums:
1.4.2021–30.09.2021

Kurzbeschreibung des Projektes:

Das Dissertationsprojekt untersucht eines der bedeutendsten Konvolute von Architekturzeichnungen in Deutschland: die Architekturzeichnungen des 16. Jahrhunderts in der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau. Die Arbeit zielt auf das durch die Reformation veränderte Selbstverständnis der Fürsten und die neuen Formen der Repräsentation, nicht nur in der gebauten Architektur, sondern auch in den erhaltenen Planzeichnungen und Entwürfen. Die Zeichnungen stammen aus dem Herzoglichen Archiv des Fürstentums Anhalt, das sich als eines der ersten Fürstentümer überhaupt zur Reformation bekannte, und befinden sich heute in der Graphischen Sammlung der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau. Sie sind überaus umfangreich und in sehr gutem Zustand erhalten geblieben, wurden bisher jedoch noch nicht vollständig bearbeitet. Dies geschieht nun erstmals umfassend in Form eines kritischen Bestandskataloges, in dem sie mit Abbildungen aufgeführt und in einen Zusammenhang gestellt werden. Dabei werden auch Fragen nach der Materialität und Medialität sowie nach den Zeichnern und Baumeistern beantwortet.
Der Katalog ist im Rahmen der Dissertation die Grundlage für die Beantwortung der Frage nach dem neuen Selbstverständnis der Fürsten von Anhalt zur Zeit der Reformation und wie sich dieses in den Entwürfen und Planzeichnungen widerspiegelt. Die Reformation brachte einen umfassenden Erneuerungsprozess mit sich, der unter anderem zu einer neuen Religionspolitik sowie einem neuen Herrscherbild führte. Letzteres präsentierten die protestantischen Fürsten der Öffentlichkeit in Wappen, Fürstenspiegeln und Hofordnungen, vor allem aber in der Architektur. So wurde auch das Schloss als Residenz des Herrschers Teil dieser Veränderungen. In seinem Inneren sorgte beispielsweise ein neues Raumprogramm für mehr Funktionalität, das auch äußerlich im Baukörper und in den Fassaden erkennbar war. Auch die Bauprojekte des Fürstentums Anhalt und deren vorangegangene Entwürfe sind Zeugen dieser Entwicklung.

 

Kurzinformation zur Person:

  • seit 2019 Doktorandin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 2015 - 2018 Masterstudium der Kunstgeschichte an der Universität Leipzig
  • 2011 - 2015 Bachelorstudium der Kunstgeschichte und Frankoromanistik an der Martin-Luther- Universität Halle-Wittenberg

 



     

Laura Krebs, M.A.

Titel des Projekts: 
Das ‚Polenlager‘ in Gardelegen im Ersten Weltkrieg

Laufzeit des Stipendiums:
1.5.2021–31.10.2021

Kurzbeschreibung des Projektes:

 

 

Kurzinformation zur Person:

 

 

 


Historische Kommission für Sachsen-Anhalt e.V.