Aktuelle Meldungen

Auszeichnung: Dr. Paul Beckus erhält den Forschungspreis der Stiftung für Personengeschichte

Nachwuchsförderung: Stipendiaten des Dietrich-Moderhack-Stipendienprogramms 2018


Termine

Die nächsten Termine werden an dieser Stelle bekanntgegeben.


Neuerscheinungen

U. Höroldt/Chr. Volkmar (Hg.): Jahrbuch Sachsen und Anhalt (Band 30/2018)

P. Beckus: Land ohne Herr – Fürst ohne Hof? Friedrich August von Anhalt-Zerbst und sein Fürstentum (Quellen und Forschungen, Bd. 15)


Veranstaltungskalender

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Die Schriftenreihe "Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts". Bild: Historische Kommission für Sachsen-Anhalt (Foto: Sven Pabstmann)Die Schriftenreihe "Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts". Bild: Historische Kommission für Sachsen-Anhalt (Foto: Sven Pabstmann)

Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts

In der Reihe Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts erscheinen grundlegende Beiträge zur Landesgeschichte Sachsen-Anhalts. Die Reihe dient außerdem als Publikationsort für die Tage der Landesgeschichte. Sie erscheint seit dem Jahr 2015 im Mitteldeutschen Verlag. Die älteren Publikationen bis zum 7. Band der Schriftenreihe finden Sie unter der Rubrik 2000 bis 2015.


Band 15

Bd. 15:

Paul Beckus: Land ohne Herr – Fürst ohne Hof? Friedrich August von Anhalt-Zerbst und sein Fürstentum

624 Seiten, gebunden, 155 × 230 mm, s/w- und Farbabbildungen

Halle: mdv 2018.

ET: März 2018

Friedrich August von Anhalt-Zerbst (1751–1793) regierte seine Territorien fast drei Jahrzehnte vom Ausland aus, ohne sie ein einziges Mal zu betreten. Erstmals erfährt dieses Thema eine historische Würdigung. Neben der Entstehung des etablierten Geschichtsbildes zu Friedrich August stehen dabei die Rekonstruktion der Herrschaftsverhältnisse, die Gründe für das negative Urteil der aufgeklärten Zeitgenossen sowie die gescheiterte Inszenierungspraxis des letzten Zerbster Fürsten im Fokus.

Band 14

Bd. 14:

Gerrit Deutschländer/Ingrid Würth (Hg.): Eine Lebenswelt im Wandel. Klöster in Stadt und Land

288 S., geb., 155 × 230 mm.

ET: Oktober 2017

Halle: mdv 2017.

Mittelalterliche Klöster und Stifte waren nicht nur Orte der Frömmigkeit, der Seelsorge und der Bildung, sondern befanden sich auch stets im Fokus des politischen, sozialen und wirtschaftlichen Lebens in Stadt und Land. Den sich wandelnden Anforderungen der Gesellschaft entsprechend, ermöglichten sie einen Rückzug von der Welt und dienten als ökonomische und herrschaftliche Stützpunkte. In den Städten lebten Ordensangehörige und Laien nebeneinander und wirkten im kommunalen Alltag zusammen. Die Reformation führte zu einer dauerhaften Veränderung und teils zu einem Auseinanderbrechen dieses komplexen Gefüges. Der Band versammelt die Beiträge des 6. Tages der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte 2016, der zugleich als 17. Tag der hallischen Stadtgeschichte ausgerichtet wurde. Anhand ausgewählter Beispiele und in übergreifenden Darstellungen geben die einzelnen Beiträge Einblick in die Klostergeschichte Sachsen-Anhalts, von den frühmittelalterlichen Anfängen über die Reformgründungen des 12. Jahrhunderts bis hin zu den Bettelorden und den Auseinandersetzungen in der Reformationszeit.

Quellen und Forschungen Bd. 13

Bd. 13:

Ulrike Höroldt/Sven Pabstmann (Hg.): 1815: Europäische Friedensordnung – Mitteldeutsche Neuordnung. Die Neuordnung auf dem Wiener Kongress und ihre Folgen für den mitteldeutschen Raum

544 S., geb., 155 × 230 mm, s/w- und Farbabb.

Halle: mdv 2017.

Die auf dem Wiener Kongress ausgehandelte europäische Friedensordnung hatte nicht nur für den preußischen Gesamtstaat langfristige Auswirkungen. Auch die politische Landkarte des mitteldeutschen Raumes wandelte sich erheblich. Für die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ist die 1815 beschlossene territoriale Neuordnung bis heute prägend.
Das 200. Jubiläum dieses europäischen Großereignisses nahm die Historische Kommission für Sachsen-Anhalt zum Anlass, die landesgeschichtliche Bedeutung des Wiener Kongresses in Mitteldeutschland 2015 in Merseburg in einer gemeinsamen Tagung mit zahlreichen Kooperationspartnern (zugleich 5. Tag der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte) zu beleuchten. Die im Band versammelten Beiträge dokumentieren deren Ergebnisse. Das thematische Spektrum reicht dabei von der Vorgeschichte des Kongresses über die Verhandlungen selbst und die Positionen der beteiligten Mächte bis zu den verschiedenen Aspekten der territorialen Neuordnung in der Region. Dabei werden Fragen der staatlichen Neukonstruktion ebenso beleuchtet wie die Wirtschafts- und Militärgeschichte, die Religions- oder die Universitätsgeschichte.

Quellen und Forschungen Bd. 12

Bd. 12:

Bruno Kaiser: Baugeschichte der Naumburger Domkirche seit dem Brande vom Jahre 1532. Mit einem Abriss der mittelalterlichen Baugeschichte

Herausgegeben mit einem Vorwort und mit Registern versehen von Ernst Schubert (†) und Matthias Ludwig

304 S., geb., 155 × 230 mm, s/w- und Farbabb.

Halle: mdv 2017.

Bruno Kaiser (1872–1953), der in Halle klassische Philologie, Germanistik, Geschichte und Philosophie studierte, war von 1912 bis 1935 Direktor des Naumburger Domgymnasiums. Zeitlebens beschäftigte er sich mit der Naumburger Vergangenheit, verfasste u. a. eine Geschichte des Domgymnasiums und veröffentlichte diverse Artikel in örtlichen Publikationen wie dem Nachrichtenblatt des 1920 gegründeten Bundes alter Naumburger Domschüler oder im »Naumburger Tageblatt«. Im Archiv des Domstifts Naumburg wird das maschinenschriftliche Manuskript »Baugeschichte der Naumburger Domkirche seit dem Brande vom Jahre 1532. Mit einem Abriß der mittelalterlichen Baugeschichte« aufbewahrt. Mit diesem bisher unveröffentlichten Text hat Kaiser ein Grundlagenwerk geschaffen – sowohl für die Erforschung der Baugeschichte des Doms, als auch für künftige Bemühungen zu seiner Erhaltung. Über sechs Jahrzehnte haben Historiker, Bauforscher und Denkmalpfleger dieses Manuskript Kaisers für ihre Arbeit benutzt. Mit der Herausgabe des Manuskriptes im Auftrag der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt wird es endlich einem größeren Interessentenkreis zugänglich gemacht.

Quellen und Forschungen Bd. 11

Bd. 11:

Nicole Schröter: Das Heilige Grab von St. Cyriacus zu Gernrode. Ausdruck der Jerusalemfrömmigkeit der Gernröder Stiftsdamen

120 S., geb., 155 × 230 mm, s/w- und Farbabb.

Halle: mdv 2017.

Die dürftige Quellenlage zum Heiligen Grab in Gernrode bedingt die Einordnung des Baus in einen weiten Rahmen. Daher wird das Stift im zeitlichen und ereignisgeschichtlichen Kontext der Investiturstreitigkeiten, des Sachsenkrieges, der kirchlichen Reformbewegung und der verstärkt aufkommenden Jerusalemfrömmigkeit verortet.

 

Band 10

Bd. 10:

Andreas Pečar/Holger Zaunstöck/Thomas Müller-Bahlke (Hg.): Wie pietistisch kann Adel sein? Hallescher Pietismus und Reichsadel im 18. Jahrhundert

Halle: mdv 2016.

Inhaltsverzeichnis

Die Lebenswelt des Adels war im Barock stark von weltlichen Belangen geprägt. Die Repräsentation des Standes und des Ruhms der Familien verlangte nach Sichtbarkeit. Diese wurde hergestellt durch das Zurschaustellen von Luxus, Pracht, Wehrhaftigkeit und Ehre. Dies scheint mit dem pietistischen Ideal frommer Lebensführung und ständeübergreifender Reform nur schwer vereinbar zu sein. Doch zeigt der Befund aus den Quellen, dass der Hallesche Pietismus auf dem Gebiet des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt, in Mitteldeutschland und auch darüber hinaus intensive Beziehungen zum Adel unterhielt. Die Beiträge dieses Buches, die aus den Vorträgen des 4. Tages der sachsen-anhaltischen Landesgeschichte 2014 in Halle hervorgegangen sind, fragen danach, ob bzw. inwieweit die Verflechtung von Halleschem Pietismus und insbesondere dem Reichsadel Veränderungen des adligen Standesideals nach sich gezogen hat. Kann man also für das 18. Jahrhundert von der Ausprägung eines pietistischen Adels sprechen?

Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts - Band 9 - Paul Beckus

Bd. 9:

Paul Beckus: Hof und Verwaltung des Fürsten Franz von Anhalt-Dessau (1758–1817). Struktur, Personal, Funktionalität

Halle: mdv 2016.

Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau (1758–1817) galt manchen seiner Zeitgenossen ebenso wie seitdem zahlreichen Historikern als Verkörperung eines aufgeklärten Herrschers. Heute weitgehend unbekannt, gehörte Fürst Franz zu den populärsten Regenten des späten Alten Reiches. Einen Namen machte er sich nicht nur als Förderer der Künste, sondern ebenso der praktischen Wissenschaften im Bereich der Landwirtschaft, der Sozialfürsorge und besonders der Pädagogik. Mittelpunkt seines Schaffens waren das Schloss und der Landschaftsgarten Wörlitz. Trotz des regen Forschungsinteresses am Gartenreich Dessau-Wörlitz blieben die herrschaftlichen Strukturen bisher weitgehend unberücksichtigt. So gilt Fürst Franz als ein Herrscher, der das höfische Leben ablehnte und sich stattdessen mit einem verbürgerlichten Freundeskreis umgab. Dieser Kreis gilt zugleich als Motor seines Reformwerks. Es fehlt allerdings bis heute an einschlägigen Studien zum Hof und den Landesbehörden, die diese Sicht bestätigen könnten. Zum ersten Mal wird im vorliegenden Buch der Versuch unternommen, das höfische Umfeld des Fürsten zu rekonstruieren. Dabei steht nicht nur der Hofstaat im Mittelpunkt, sondern auch die zentralen Verwaltungsbehörden des Landes und die personellen Netzwerke innerhalb der herrschaftstragenden Eliten.

 Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts - Band 8 - Mittelalterliche Judenrechte - Jana Pacyna

Bd. 8:

Jana Pacyna: Mittelalterliche Judenrechte. Norm und Anwendung im Magdeburger Rechtskreis (1250–1400)

Zugl. Diss., Univ. Jena 2012: mdv 2016.

Die in den Quellen eindeutig belegten Verfolgungen von Juden im Mittelalter ließen innerhalb älterer Forschungsarbeiten oftmals den Eindruck entstehen, Juden seien in dieser Zeit als das grundsätzlich Fremde und notwendigerweise Auszugrenzende wahrgenommen worden. Allerdings überliefern Quellen der kirchlichen, kaiserlichen und städtischen Judenrechte des 13. und 14. Jh. Auffassungen, nach denen Juden in den mehrheitlich christlich geprägten Gesellschaften Europas zwar als Angehörige einer anderen, gleichwohl aber zu „tolerierenden“ Religion existieren sollten. Wie die von christlichen Herrschaftsträgern erlassenen Judenrechte als Norm in einer weithin rechtlich zersplitterten Gesellschaft formuliert und in der Rechtspraxis angewandt wurden und ob sie inkludierende oder eher exkludierende Effekte beförderten, wird in der vorliegenden Dissertation anhand der Rechtsbücher und Schöffenspruchsammlungen des Sächsisch-Magdeburgischen Rechtskreises (13./14. Jh.) exemplarisch diskutiert. Die dabei feststellbare Annäherung jüdischer Sonderrechte an christliches Gemeinrecht kann als ein regionaler Inklusionsversuch gedeutet werden, der durch beginnende „Territorialisierungsprozesse“ im Heiligen Römischen Reich provoziert worden war.


Historische Kommission für Sachsen-Anhalt e.V.