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Historische Kommission für Sachsen-Anhalt
- Arbeitsstelle -
c/o Franckesche Stiftungen zu Halle
Franckeplatz 1 / Haus 24
06110 Halle / Saale
Tel.: (0345) 21 27 429
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Tagung

Jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt. Kultur – Musik – Gelehrsamkeit

18.-19. November 2021 in Halle (Saale)

Veranstaltet von der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Europäischen Zentrum für Jüdische Musik, Hannover, und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Die Tagung kann auch online besucht werden. Die Webex-Links für jeden Tagungstag stehen im Programm. Bitte schalten Sie Ton und Bild während der Tagung aus.

2021 03 08Abb.SynagogeGroebzig fuer Teaser 1Synagoge in Gröbzig
Foto: Jwaller, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons
    

Die Konferenz widmet sich der jüdischen Kultur- und Bildungslandschaft, die im 18./19. Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt blühte. Wissenschaftliche Vorträge beleuchten den Gegenstand aus unterschiedlicher Perspektive, ein Abendkonzert sorgt für die musikalische Vertiefung und Ergänzung des Themas. So entsteht ein facettenreiches Bild jenes vergessenen jüdischen Kulturraums in Mitteldeutschland, das nicht nur neue Untersuchungsperspektiven freizusetzen verspricht, sondern auch Potential hat, ein neues Bewusstsein für die jüdische Geschichte und Gegenwart der Region zu schaffen sowie die Integration und Akzeptanz der Juden in und durch die Umgebungsgesellschaft zu befördern.

Jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt. Kultur – Musik – Gelehrsamkeit

Jüdisches Leben unterlag immer und überall dem Wandel, so auch in der Region des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Hier entstanden mit der Aufklärung bedeutende jüdische Strömungen, begleitet von einem fruchtbaren Austausch mit der Umgebungsgesellschaft. Die Schoah bereitete dieser deutsch-jüdischen Blüte ein jähes Ende.
Inzwischen ist das jüdische Leben nach Mitteldeutschland zurückgekehrt. Es unterscheidet sich indes gravierend von dem vor der Schoah. Um dies zu verstehen, bedarf es des Blicks in die Geschichte. Dazu will die Tagung ein Fenster öffnen: Sie widmet sich der jüdischen Kultur- und Bildungslandschaft, wie sie im 18./19. Jahrhundert die Region auszeichnete.
Beiträge aus Philosophie, Architektur, den Jüdischen Studien, Theologie, Geschichts-, Kultur- und Musikwissenschaft rücken Personen, Ereignisse, religiöse und intellektuelle Strömungen sowie Erinnerungsorte in den Fokus. Mit Überraschungen ist dabei zu rechnen: so etwa der unverhofften Entdeckung der Gesänge, die bei der Einweihung der Magdeburger Synagoge 1851 aufgeführt wurden und im Abendkonzert der Konferenz nach 170 Jahren erstmals wieder zu hören sein werden. Daneben erklingen Lieder, die von den erzwungenen Migrationen der Juden in der Diaspora künden.
Tagung und Konzert wollen ein facettenreiches Bild jenes vergessenen jüdischen Kulturraums in Mitteldeutschland zeichnen, das nicht nur neue Untersuchungsperspektiven freizusetzen verspricht, sondern auch das Potential hat, ein neues Bewusstsein für die jüdische Geschichte und Gegenwart der Region zu schaffen sowie die Integration und Akzeptanz der Juden in und durch die Umgebungsgesellschaft zu befördern.

Programm


                   

Donnerstag, 18. November 2021
Franckesche Stiftungen, Freylinghausen-Saal
Online: https://francke-halle.webex.com/francke-halle/j.php?MTID=m85ea5085b980de231a4279a690333299

 

10.00 Uhr

 

 

Begrüßung

 Prof. Dr. Thomas Müller-Bahlke
 Direktor der Franckeschen Stiftungen Halle (Saale)

 Prof. Dr. Andreas Pečar
 Vorsitzender der Historischen Kommission für Sachsen-Anhalt

Grußworte

 Dr. Rainer Haseloff
 Ministerpräsident und Schirmherr der Jüdischen Kulturtage in Sachsen-Anhalt

 Rabbiner Prof. Dr. Andreas Nachama
 Vorsitzender der Allgemeinen Rabbinerkonferenz (ARK)
        

Einführung in die Tagung
Carsten Lange (Magdeburg)

10.30 Uhr

 

 

Keynote
 Jüdischer Eigensinn. Von Moses Mendelssohn bis Emil Fackenheim
Thomas Meyer (München)

 

11.15 Uhr

 

Kaffeepause

 

  Grundlegendes

11.30 Uhr

 

Das Judentum in Sachsen-Anhalt: Ein Rundgang
Anton Hieke (Gröbzig und Halle/Saale)

 

12.15 Uhr   

 

The Breadth and Depth of Jewish Liturgical Music in the Eduard Birnbaum Collection
Marc Kligman (Los Angeles)

13.00 Uhr

 

Mittagspause

 

  Regionalgeschichtliche Aspekte

14.00 Uhr

 

 Architektur und Aufbau der Toraschreine in den Synagogen in Sachsen-Anhalt
 Mirko Przystawik (Braunschweig)

 

14.45 Uhr

 

 

 Zwischen Tradition und Reform. Synagogale Musik in Mitteldeutschland im Zeitalter der Emanzipation
Regina Randhofer (Hannover)

 

15.30 Uhr

 

Kaffeepause

 

16.00 Uhr

 

Zur Konstruktion von Weiblichkeit in der jüdischen Aufklärung. Frauenbild und
Mädchenerziehung in der Zeitschrift "Sulamith"
Michaela Will (Hamburg)

 

                     Orte der Erinnerung I

16.45 Uhr

 

 

"Nidpas po, kehillat kodesch Yesnits": Jeßnitz als Zentrum des hebräischen Buchdrucks im 18. Jahrhundert
Dirk Sadowski (Braunschweig)

 

   Aula der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Löwengebäude)

19.00 Uhr 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klezmer und mehr …
neben Klezmer-Musik erklingen synagogale Gesänge, jiddische Lieder und Chansons

Plakat Klezmer und mehr min

 

Mitwirkende:
Universitätschor Halle „Johann Friedrich Reichardt“ (Kammerchor)
Markus Vogt, Orgel | Leitung: UMD Jens Lorenz
Michael Stach (Stuttgart), Akkordeon und Gesang, Iris Amsel (Hannover), Violine
Stepan Gantralyan (Jerewan/Berlin), Gesang, Emil Georgiev (Sofia/Berlin), Gitarre, Tania Alon (Berlin), Gesang und Gitarre


anschließend „Get together“

 

 

Freitag, 19. November 2021
Franckesche Stiftungen, Freylinghausen-Saal
Online: https://francke-halle.webex.com/francke-halle/j.php?MTID=m243c1a853767accf335adccc788a9059

Orte der Erinnerung II

9.00 Uhr 

  

 

Dessau als Zentrum der jüdischen Aufklärung und Reformbewegung des 19. Jahrhunderts
Bernd G. Ulbrich (Dessau)

 

9.45 Uhr  

 

Magdeburg – Ludwig Philippson und die um Ausgleich bemühte Reform
Elias S. Jungheim (Frankfurt am Main)

 

10.30 Uhr  

 

Kaffeepause

 

11.00 Uhr

 

Orientalistik und Wissenschaft des Judentums in Halle
 Mirjam Thulin (Berlin)

 

11.45 Uhr  

 

Die Halberstädter Austrittsorthodoxie
Alexander A. Dubrau (Jerusalem)

 

12.30 Uhr 

  

Mittagspause

 

  Mission und Vertreibung

14.00 Uhr

 

 

Die Arbeit des Institutum Judaicum in Halle im 18. Jahrhundert und sein Religionsverständnis
Christoph Rymatzki (Jena)

 

14.45 Uhr

 

 

Das Projekt „Verfolgte Musiker im nationalsozialistischen Thüringen“. Einblicke in die Biographien ausgewählter Kantoren und Rabbiner
Maria Stolarzewicz (Weimar)

 

15.30 Uhr

 

Kaffeepause

 

  Von Mitteldeutschland in die Welt

16.00 Uhr

 

Hermann Cohen: deutscher Philosoph jüdischen Glaubens
Hartwig Wiedebach (Göppingen)

 

16.45 Uhr  

 

Schlusswort

Kathrin Eberl-Ruf (Halle/ Saale)

17.30 Uhr

 

Ende der Tagung

 

   

 

      

Veranstalter    
Historische Kommission Sachsen-Anhalt (Vorsitzender: Prof. Dr. Andreas Pečar) in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Zentrum für Jüdische Musik, Hannover, und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Mit freundlicher Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt, dem Verein 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e. V. und der WISAG Sicherheit & Service Mitteldeutschland GmbH
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Konzeption, Leitung und Moderation
Prof. Dr. Kathrin Eberl-Ruf, Dr. Carsten Lange, Dr. Regina Randhofer


Veranstaltungsorte
Tagung: Franckesche Stiftungen, Freylinghausen-Saal (Franckeplatz 1, 06110 Halle/Saale)
Konzert: Aula der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Universitätsplatz 10, 06108 Halle/Saale)

 

Anmeldung, Eintrittskarten und Kontakt
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei – Anmeldung erbeten.
Konzertkarten zum Preis von 15 EUR (erm. 10 EUR) sind ab September 2021 im Vorverkauf erhältlich (Tel. 0341 14 990 758, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, online www.musikfeste.de) und an der Abendkasse.


Historische Kommission für Sachsen-Anhalt
– Arbeitsstelle –
Anne Schröder-Kahnt | Koordinatorin
c/o Franckesche Stiftungen zu Halle
Franckeplatz 1, Haus 24 | 06110 Halle/Saale
Tel.: +49 (0) 345 21 27 429
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
www.historische-kommission-fuer-sachsen-anhalt.de


Historische Kommission für Sachsen-Anhalt e.V.